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Was bedeutet Nm bei Konengarn? – Lauflänge, Fadenstärke und Nadelstärke einfach erklärt

27. Aug.
4 Min. Lesezeit

Wer zum ersten Mal mit Konengarn arbeitet, stößt schnell auf Angaben wie Nm 2/28, Nm 2/30 oder Nm 2/15. Doch was bedeuten diese Zahlen eigentlich? Und welche Auswirkung haben sie auf die Lauflänge, die Fadenstärke und die passende Nadel?

Gerade bei hochwertigen italienischen Konengarnen sind diese Angaben besonders wichtig. Denn viele Garne sind sehr fein gesponnen und werden je nach Projekt ein- oder mehrfädig verarbeitet.

In diesem Beitrag erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Nm, Fadenzahl und Lauflänge – ganz einfach und mit praktischen Beispielen.


Was bedeutet Nm bei Garn?

Nm steht für „Nummer metrisch“ beziehungsweise metrische Garnnummer. Die Angabe beschreibt das Verhältnis zwischen Länge und Gewicht eines Garns.

Die metrische Garnnummer gibt an, wie viele Meter Garn auf ein Gramm Gewicht kommen.

Ein Garn mit Nm 28 hat beispielsweise eine theoretische Lauflänge von:

28 Meter pro Gramm

Bei einem Kilogramm wären das:

28.000 Meter pro Kilogramm.

Das klingt zunächst nach einer enormen Menge – und genau daran erkennt man, wie fein ein solches Garn ist.

Ein Beispiel: Was bedeutet Nm 2/28?

Nehmen wir ein typisches Feinstrickgarn mit der Bezeichnung Nm 2/28.

Die 28 beschreibt die Feinheit des einzelnen Fadens.

Die 2 steht für die Anzahl der Fäden, aus denen das Garn aufgebaut beziehungsweise gezwirnt ist.

Bei Lenas Wollshop findet man beispielsweise Nm 2/28 Kaschmir als sehr feines Garn. Einfädig beträgt die Lauflänge dort 700 m auf 50 g. Wird das Garn zweifädig verarbeitet, sind es entsprechend 350 m auf 50 g.

Und was bedeutet Nm 2/15?

Vielleicht begegnen dir im Sortiment auch Angaben wie Nm 2/15.

Das Prinzip bleibt dasselbe:

Die Zahl 15 beschreibt die Feinheit des Garns. Im Vergleich zu Nm 28 ist ein Nm-15-Einzelfaden dicker.

Das bedeutet:

Nm 15 → dickerer Einzelfaden

Nm 28 → feinerer Einzelfaden


1-fädig, 2-fädig oder Mehrfädig-Stricken?

Das ist besonders wichtig, wenn du mit Konengarn strickst.

Ein sehr feines Garn kann einfädig verarbe

itet werden. Dadurch entsteht ein besonders leichtes und feines Gestrick.

Für viele Handstrickprojekte ist es jedoch sinnvoll, zwei oder mehrere Fäden gleichzeitig zu verarbeiten.


1-fädig eignet sich für ein besonders leichtes und feines Gestrick. Zum Beispiel für:

  • sehr feine Strickstücke

  • leichte Tücher

  • für Strickmaschinen

  • Webprojekte

  • als Beilaufgarn


2-fädig ergibt ein stärkeres Garn und ermöglicht ein entsprechend dichteres beziehungsweise voluminöseres Gestrick. Etwas kräftiger und kuscheliger.

Gleichzeitig verändert sich die passende Nadelstärke.

Ein schönes Beispiel ist das 100% Kaschmir von Lenas Wollshop: Einfädig wird eine Nadelstärke von etwa 2–2,5 mm angegeben, zweifädig etwa 3–3,5 mm.

mehrfädig verarbeitet = kürzere Lauflänge pro Gewicht des fertigen Arbeitsfadens

Beispiel

Verarbeitung

Lauflänge bei 50 g

1-fädig

ca. 700 m

2-fädig

ca. 350 m

3-fädig

ca. 233 m

4-fädig

ca. 175 m

Wenn du mehrfädig stricken willst, schreibe im Warenkorb eine Nachricht auf wie vielen Konen du dein Garn erhalten möchtest

Welche Nadelstärke passt zu meinem Konengarn?

Die Nm-Angabe allein reicht nicht aus, um die richtige Nadelstärke zu bestimmen.

Warum?

Weil das Ergebnis von mehreren Faktoren abhängt:

  • Garnfeinheit

  • Anzahl der verarbeiteten Fäden

  • Material

  • Garnkonstruktion

  • persönlicher Strickweise

  • gewünschtem Maschenbild

  • gewünschter Fall des Strickstücks

Deshalb sollte die auf dem Produkt angegebene Nadelstärke immer nur als Orientierung verstanden werden.

Bei einem feinen Nm-2/28-Kaschmir kann beispielsweise ein einfädiges Stricken mit 2–2,5 mm sinnvoll sein, während dasselbe Garn zweifädig mit etwa 3–3,5 mm verarbeitet werden kann.

Bei einer Kaschmir-Seide-Mischung aus dem Sortiment von Lenas Wollshop wird beispielsweise für die zweifädige Verarbeitung eine Nadelstärke von 3 mm angegeben.


Warum eine Maschenprobe unverzichtbar ist

Auch wenn die Produktbeschreibung eine Nadelstärke nennt, führt an einer Maschenprobe eigentlich kein Weg vorbei.

Denn zwei Personen können mit demselben Garn und derselben Nadel ein unterschiedliches Maschenbild erzeugen.

Außerdem können sich besonders hochwertige Naturfasern nach dem Waschen verändern.

Gerade bei Kaschmir-Konengarn ist die Maschenprobe deshalb wichtig. Durch die erste Wäsche können sich die Fasern öffnen und das Gestrick weicher und voluminöser werden.

Unser Tipp:

Stricke deine Maschenprobe nicht nur in der gewünschten Nadelstärke, sondern bei Bedarf auch mit einer etwas kleineren und einer etwas größeren Nadel.

Anschließend solltest du die Maschenprobe waschen und trocknen lassen, so wie du es später auch mit dem fertigen Kleidungsstück machen möchtest.

Erst danach lässt sich wirklich beurteilen:

  • Wie viele Maschen habe ich auf 10 cm?

  • Wie viele Reihen brauche ich auf 10 cm?

  • Wie verändert sich das Material?

  • Wie weich und voluminös wird das Garn?

  • Gefällt mir der Fall des Gestricks?

In der Praxis sollte immer etwas Reserve eingeplant werden – insbesondere bei Mustern, Zöpfen, aufwendigen Strukturen oder wenn die Maschenprobe vom angegebenen Richtwert abweicht.


Was sollte ich beim Kauf von Konengarn beachten?

Wenn du ein neues Konengarn auswählst, solltest du nicht nur auf die Farbe und das Material achten.

Diese Angaben sind besonders wichtig:

1. Material

Kaschmir, Merino, Alpaka, Seide, Mohair oder Mischungen verhalten sich beim Stricken unterschiedlich.

2. Nm

Die Nm-Angabe gibt dir einen wichtigen Hinweis auf die Feinheit des Garns.

3. Fadenzahl

Prüfe, ob das Garn ein- oder mehrfädig verarbeitet werden soll.

4. Lauflänge

Achte darauf, ob die Angabe beispielsweise 700 m / 50 g für die einfädige Verarbeitung gilt oder bereits die mehrfädige Variante beschreibt.

5. Empfohlene Nadelstärke

Sie bietet eine gute Ausgangsbasis für deine Maschenprobe.

6. Verwendungszweck

Viele Konengarne eignen sich nicht nur zum Handstricken, sondern auch zum Weben, Häkeln, für Strickmaschinen oder als Beilaufgarn.


Fazit: Nm ist gar nicht so kompliziert

Die vielen Zahlen auf Konengarnen wirken zunächst etwas technisch. Hat man das Prinzip einmal verstanden, wird die Auswahl jedoch deutlich einfacher.

Merke dir vor allem:

Nm = Feinheit des Garns

Je höher die Nm-Zahl, desto feiner der Einzelfaden.

Mehr Fäden = stärkeres Arbeitsgarn und kürzere effektive Lauflänge.

Die Nadelstärke hängt von der Fadenzahl und deinem gewünschten Maschenbild ab.

Und ganz wichtig: Die Maschenprobe entscheidet!

Gerade bei hochwertigen Konengarnen lohnt es sich, ein wenig Zeit in die Vorbereitung zu investieren. So kannst du die besondere Leichtigkeit, Weichheit und Qualität von Kaschmir, Seide, Merino und anderen edlen Fasern optimal zur Geltung bringen.

Wer einmal verstanden hat, wie Nm, Fadenzahl, Lauflänge und Nadelstärke zusammenhängen, kann Konengarne viel gezielter für das eigene Projekt auswählen.

Entdecke die Welt der hochwertigen italienischen Konengarne bei Lenas Wollshop und finde das passende Garn für dein nächstes Strick-, Häkel- oder Webprojekt.

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